Kira Gomukha Var

 

Stand 23.10.20 - Wir sind weiterhin geöffnet!!! Details kommen!

Rechtsvorschrift für COVID-19-Lockerungsverordnung, Fassung vom 21.09.2020
Hier zusammengefasst die, für den typischen Betrieb eines Yogastudios, relevanten Passagen

Quellen : Siehe 1. die Grundvorschrift, und die ab 21.09 geltende Änderung.  Bitte ein jeder möge diese echten Rechtsquellen benützen und selbst zur eigenen Klarheit beitragen :)

Daraus ergibt sich folgende für Yogaklassen relevante (und auch für uns entsprechend zur Anwendung) kommender Text der Verordnung :

Im Text sind die jeweiligen Teile auch noch zusätzlich fett markiert.


Veranstaltungen

§ 10. (1) Als Veranstaltungen im Sinne dieser Verordnung gelten insbesondere geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeiten, Begräbnisse, Filmvorführungen, Ausstellungen, Vernissagen, Kongresse, Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit, Schulungen und Aus- und Fortbildungen.

(2) Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze mit mehr als 10 Personen in geschlossenen Räumen und mit mehr als 100 Personen im Freiluftbereich sind untersagt. Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, sind in diese Höchstzahlen nicht einzurechnen. Für das Verabreichen von Speisen und den Ausschank von Getränken an Besucher sowie für die Sperrstundenregelung gilt § 6.

(3) .. nicht relevant
(4) .. nicht relevant

(5) Der für eine Veranstaltung Verantwortliche hat bei Veranstaltungen mit über 50 Personen einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen ...

(6) Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen ist ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht einer gemeinsamen Besuchergruppe angehören, einzuhalten. Kann dieser Abstand auf Grund der Anordnungen der Sitzplätze nicht eingehalten werden, sind die jeweils seitlich daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

(7) Beim Betreten von Veranstaltungsorten gemäß Abs. 6 in geschlossenen Räumen ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Dies gilt nicht, während sich die Besucher auf den ihnen zugewiesenen Sitzplätzen aufhalten. Wird der Abstand von einem Meter trotz Freilassen der seitlich daneben befindlichen Sitzplätze gemäß Abs. 6 seitlich unterschritten, ist jedoch auch auf den zugewiesenen Sitzplätzen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann oder es sich um Personen handelt, die im gemeinsamen Haushalt leben oder derselben Besuchergruppe angehören.

 §2 Kundenbereiche 

§ 2.

 (1) Beim Betreten des Kundenbereichs von Betriebsstätten ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.

(1a) Beim Betreten des Kundenbereichs in geschlossenen Räumen von Betriebsstätten ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Die Betreiber sowie deren Mitarbeiter haben bei Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.
etcetc

(6) Abweichend von Abs. 1 gilt beim Betreten von Veranstaltungsorten in Betriebsstätten § 10 Abs. 6 bis 9 sinngemäß.

§8 Sport

(1) Das Betreten von Sportstätten gemäß § 3 Z 11 BSFG 2017, BGBl. I Nr. 100/2017, ist unter den Voraussetzungen des § 2 Abs. 1 und 1a zulässig.
(2) Abs. 1 gilt nicht bei der Sportausübung. Bei der Ausübung von Sportarten, bei deren sportartspezifischer Ausübung es zu Körperkontakt kommt, im Rahmen von .....  etcetc 
Da offensichtlich kein Körperkontakt (kein Acro Yoga) stattfindet und auch keine Mannschaften existieren, ist dieser, und auch alle weiteren Punkte des $8 irrelevant, und nicht mit spezielleren Einschränkungen versehen als sowieso in §10 ausgeführt wurden. 
Der springende Punkt ist das Vorliegen eines Präventionskonzeptes, und das Präventionskonzept liegt ja sowieso bereits vor ! Es wird auch ständig an die gesetzlichen Vorschriften und Gegebenheiten angepasst. Siehe §10.

  • __________________________________________________________________________________________________

     Zur Anwendung des obigen Verordnungstextes, ist es notwendig die einzelnen Teile und verwendeten Wörter zu verstehen und nach ihrer Begriffsbestimmung / Definition zu verwenden :

    1)  'Veranstaltung' : Also zeitlich und räumlich kommen mehrere Menschen zu einem gewissen zweckbedingten Anlass zusammen. In dem Fall der körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Ob Yoga nun eigentlich nicht hierzu zählt oder doch ist übrigens unklar !  Die Meinungen gehen auseinander. Im März / April wurden wir nämlich eher dem Sportbereich zugeordnet, und nicht den Veranstaltungen. Klarheit wurde nie gefunden.
    Unabhängig davon gehen wir im folgenden davon aus, dass wir den §10 ebenfalls freiwillig auch befolgen.

  • 2) 'Sitzplatz' : In der Verordnung nicht klar definiert. Es wird jedenfalls nicht das Wort 'Stuhl, oder Sessel' verwendet.Zum bestmöglichen Ersatz einer vorliegenden Definition vertrauen wir auf eine weltweit anerkannnte Quelle von Erklärungen und Begriffsbestimmungen aller Art : Wikipedia.
    Dort steht :"Der Sitzplatz bezeichnet eine Fläche, die ein Lebewesen am Gesäß sitzend oder ein Vogel „aufsitzend“ nutzen kann."
    Als Lebewesen  nehmen wir speziell den Menschen. Eine 'Fläche' ist mathematisch klar definiert. Diese Fläche sitzend nutzen können, bedeutet dass die Fläche geschaffen sein muss, also anatomisch & technisch  so ausgestattet sein muss, dass es nicht nur möglch ist darauf zu sitzen, sondern sie zum Sitzen (auch länger) nutzen zu können. Das bedeutet zum Beispiel, dass es nicht gefährlich sein sollte, oder anantomisch erschwert wäre, auf dieser Fläche zu sitzen. Diese Fläche sollte also stabil und auch für den darauf Sitzenden stabilisierend fungieren. Dann kann diese Fläche auch auf Dauer zum Sitzen genutzt werden.
    Also nicht als Sitzplatz geeignet wäre eine Slackline, ein Geländer, jeder andere instabile oder zu kleiner Bereich um darauf die Balance halten zu können, oder auch eine Fläche die so beschaffen ist, dass es Schmerzen bereiten würde darauf zu sitzen. (Nagelbrett ? )
    Geeignet und laut der Begriffserklärung als Sitzplatz annehmbar, sind im Gegensatz dazu alle komfortablen, stabilen und stabilisierenden Flächen, egal welcher Größe, die es erlauben, dauerhaft darauf zu sitzen.
    Als für uns zur Anwendung kommendes Beispiel sei es eine markierte Fläche am Boden, die wir mit einem geeigneten Material und ggf. auch einem Bolster (einer Yoga-asana matte, und yogabolster) ausstatten, um sie besser zum Sitzen geeignet zu machen und auch klarer zu begrenzen.
    Die Sitzplätze sind in ihrer Größe nicht eingeschränkt. Es ist durchaus zu verstehen, dass es möglich ist, auf einer ausreichend großen zum dauerhaften Sitzen geeigneten Fläche auch zu liegen.
    Ich kann auf meinem Sitzplatz die Arme heben und senken oder auch die Beine. Ich darf mich drehen und wenden wie ich will, und praktisch lehnen sich sitzende Menschen, die mit ihrem Nachbarn in lauten Umgebungen kommunizieren wollen (zB. Fußballspiel) zueinander, um sich dann auch verbal verständigen zu können. Sogar letzteres kommt bei uns nicht vor, weil es nicht laut ist.
    Wir bleiben dauerhaft auf & oberhalb unseres Sitzplatzes.
    Was wir durchaus machen ist auf dem Sitzplatz auch aufstehen oder uns hinlegen. Das verändert weder unsere Position weg vom Sitzplatz, noch verändert es den Sitzplatz selbst.
    In anderen Worten. Es ist zu unterscheiden zwischen Bewegungen am Platz und Begegungen relativ zum Platz. Letzteres hat einen klaren Namen : Fortbewegung.  Die findet während der Yogapraxis nicht vom Platz weg statt.
    Der Platz reicht leicht aus um ihn bei allen Bewegungen nicht zu verlassen, und den gesamten Körper durchgehend unterlegt oder gestützt zu haben. Bei zugewiesenen Zuschauer- Sitzplätzen in einem Sportstadion, stehen Menschen häufig von ihrem Sitzplatz auf, da dieser gerade eben so Platz für ihr Gesäß bietet. Er wird dort also ohne MNS verlassen, oder sie haben einen Sitz / Stehplatz. 

    Damit steht also fest : Unsere Sitzplätze sind nicht nur geeignet darauf nur zu sitzen, sondern haben sogar ausreichend viel Platz, um wirklich für die gesamte Yogaklasse diese zum Sitzen geeignete Fläche auch nicht zu verlassen.
    Besser geht es nicht mehr :) Ein Glück. 
    Wenn obiges nicht gälte, dann wäre es verboten sich im Sitzen zu bewegen. d.h. sich zu drehen oder die Arme zu heben oder das Gewicht zu verlagern. Da das offensichtlich nicht der Fall ist, stehen die Erklärung und ihre übliche Anwendung im Einklang. 

    In der Umsetzung der Verordnung nennen wir also dementsprechend unsere Sitzplätze einfach Plätze. Jeder weiss ab hier was damit bezeichnet ist.
    Weiters : Um das Wort "Platz" klarer zu verwenden, gibt es bei uns einen klar erkennbaren Unterschied, wo ein Platz zur Verfügung steht und wo nicht. Jeder Bereich des Bodens könnte als Sitzplatz fungieren, wäre aber evt. nicht ausreichend als 'Platz' eingegrenzt. Daher bedeutet bei uns 'der Platz' auch eine optisch klar markierte Fläche, die sich damit von einem benachbarten, davon getrennten Platz klar unterscheidet. Insbesondere ist also der Platz markiert, und wird durch die Eintragung in der Anwesenheitsliste und das Abringen der Yogamatte darauf weiter abgegrenzt und als besetzt markiert. 

  • Bemerkungen dazu :
  • * Das im Yoga verwendete Wort 'Asana' bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt :"Sitz" :) Das ist die erste und vorgesehene Verwendung der Yoga-Asana-Matte !
    Das Sitzen ist dabei die am häufigsten angestrebte Position zur Meditation. Überhaupt in diese nicht so einfache Haltung zu kommen, wird auf einer Yoga-Asana Matte geübt.
    Das reine ruhige zentrierte Sitzen ist eines der Ziele die wir auf der Matte haben, um diese Übung (das Sitzen) dann für die daraus folgende Meditations-Übung oder Atem-übung verwenden zu können. 

* Im Bereich Sport (§8), dem wir ja ggf. auch unterliegen, ist die Anwendung der Verordnung dahingehend, dass ein Bereich, der mit verschiedenen Geräten ausgestattet ist, bereits ohne MNS betreten werden kann, wobei die Personen dort zwischen den Geräten (Plätzen, im übergeordneten Sinn) wechseln können. Es befinden sich dabei durchaus wesentlich mehr als 10 Personen im selben Bereich, und sie bewegen sich dabei auch innerhalb des gesamten Bereiches ohne MNS !
Im Gegensatz dazu befinden sich Teilnehmer beim Yoga durchwegs auf ihrer Matte. Diese ist durchaus auch ein Trainingsgerät wie jedes andere. Es ist wohl sehr leicht nachzuvollziehen, dass die räumliche Trennung der Personen, während sie keinen MNS tragen, im Yoga damit besser gegeben ist, als in einem typischen Fitnessstudio. 
Das Ansteckungsrisiko bei fixierten Plätzen, egal welcher Art, ist durch die nicht vorhandene Durchmischung wesentlich reduziert. Der jeweils übernächste Nachbar bei Plätzen, die immer fix bleiben, ist und bleibt bereits sehr weit entfernt. Eine erlaubte Durchmischung würde diese Massnahme zunichte machen, so wie es in Fitnessstudios gegenwärtig zur Anwendung kommt.

* Das hier verlinkte Video erklärt etwas kürzer und durchaus auch verständlich dasselbe wie hier abgehandelt. Es ist vor allem auch lustiger anzusehen.